Warum sollte man auf’s Fliegen verzichten?

Leider ist es für viele deutsche Verbraucher eine Selbstverständlichkeit, mindestens einmal im Jahr eine Flugreise zu unternehmen. Damit schaden sie der Umwelt und dem Klima in erheblichem Umfang. Außerdem erweisen Flugtouristen weder der eigenen Gesundheit noch ihrem Wohlbefinden einen Gefallen mit dieser Art des Reisens. Es existieren heute viele alternative Urlaubsformen, die Flugreisen in verschiedener Hinsicht überlegen sind. Wir erklären, warum man auf’s Fliegen verzichten sollte.

Umweltschäden durch Flugreisen

Die Billig-Airlines mit ihren günstigen Tickets, die Kunden für echte Schnäppchenpreise kaufen, lassen schnell die wahren Kosten des Fliegens vergessen. Denn Flugreisen kommen die Umwelt außerordentlich teuer zu stehen. Bereits ein einfacher innereuropäischer Flug von München nach Madrid bewirkt einen Ausstoß der klimaschädlichen Gases CO2 von 625 kg. Ausgehend von einem realistischen Tonnenpreis für CO2 in Höhe von 370 Euro, ergibt sich ein angemessener Ticketpreis von weit über 200 Euro. Um zu unter Klima- und Umweltaspekten zumindest etwas realistischeren Flugpreisen zu kommen, erhebt Frankreich ab 2020 eine neue Ökosteuer. Für Flugreisen wird dann eine Steuer von jeweils bis zu 18 Euro fällig.
Für große Befürchtungen sorgten die vor kurzem veröffentlichten Erkenntnisse über die Auswirkungen von Kondensstreifen auf die Erderwärmung. Es handelt sich dabei um künstlich durch das Fliegen erzeugte Zirruswolken, die das Aufheizen der Atmosphäre verstärken. Nicht zuletzt produziert der Flugverkehr jede Menge Lärm. Viele Menschen, die in der Nähe von Flughäfen wohnen oder arbeiten, leiden unter verschiedenen Beschwerden, wie zum Beispiel Schlaflosigkeit, Migräne, Essstörungen und sogar Depressionen.

Ein Flugurlaub kann eine gesundheitliche Belastung darstellen

Entschleunigung stellt auch im Urlaub eine Wohltat dar und schafft optimale Voraussetzung für eine tiefe und lang anhaltende Erholung. Doch Flugreisen sind nur allzu oft mit Stress und Hektik verbunden: Dazu zählt der Zeitdruck beim Erreichen des Flughafens beziehungsweise des Anschlussfluges genauso wie der Trubel am Flughafen. Hinzu kommen bei Fernflügen die Zeitumstellung und das lagen Sitzen im Flieger. Aus gutem Grund raten Ärzte zum Tragen von Thrombosestrümpfen während des Flugs. Zumindest Vielflieger setzen sich außerdem einem erheblichen Risiko durch die hohe Strahlenbelastung während des Fluges aus.

Andere Urlaubsformen mit gutem Gewissen genießen

Alle diese Argumente sprechen für andere Reisearten, insbesondere mit dem Bus oder der Bahn innerhalb von Deutschland oder ins benachbarte europäische Ausland. Bei uns finden Sie eine große Auswahl an Reisen ohne Flugzeug.

Sportliche Urlauber entscheiden sich mit Wanderreisen oder Fahrradtouren für eine besonders umweltfreundliche Form des Reisens. Hier entsteht keinerlei CO2-Belastung oder –Fußabdruck. Bei diesen verschiedenen, klimafreundlichen Urlaubsarten erleben Touristen ihre Umgebung intensiv. Sie haben die Gelegenheit, die Natur zu entdecken und anderen Menschen entspannt zu begegnen. Zum hohen Erholungswert von Ferien in überschaubarer Entfernung trägt auch die Tatsache bei, dass sich Reisende auf kein anderes Klima einstellen müssen. So verringert sich die Wahrscheinlichkeit, an verschiedenen Infektionen zu erkranken, aber auch an Stichen von exotischen Stichen oder Sonnenbrand zu leiden. Reisen ohne zu fliegen steht im Einklang mit den Prinzipien der Achtsamkeit und Nachhaltigkeit. Dabei richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf scheinbar Altvertrautes in der Nähe, das Reisende dann mit ganz neuen Augen sehen. Häufig lässt sich diese neue Art der Wahrnehmung auch später in den Alltag integrieren. Sie wirkt stresslindernd und beglückend, sodass ein entschleunigter Urlaub einen lange nachwirkenden positiven Effekt entfaltet.

Fazit – Für das Klima auf Flugreisen verzichten

Wenn sich viele Konsumenten für eine derartige Reise entscheiden, gelingt es in absehbarer Zeit vielleicht sogar, die CO2-Belastungen durch Tourismus spürbar zu senken. Dieser Wert liegt gegenwärtig nach Berechnungen der UN-Welttourismusorganisation (UNWTO) bei immerhin rund fünf Prozent der weltweiten CO2-Emissionen.

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