Richtiges Verhalten bei Gewitter auf Wanderung: Was tun?

Zur Planung einer Wandertour gehört auch ein Blick in den Wetterbericht. Besteht die Gefahr von Gewitter, sollte auf die Wanderung verzichtet werden. Doch was tun, wenn ein Gewitter trotz sorgfältiger Planung unerwartet aufzieht? Wie verhält man sich bei einem Gewitter auf einer Wanderung richtig? Diese wichtige Frage möchten wir heute in unserem Wanderblog beantworten.

Wanderungen bei Gewitter: Welche Gefahren drohen?

Gewitter werden häufig begleitet von Regen-, Hagel- oder Graupelschauern. Neben diesen unangenehmen Begleiterscheinungen, die Wanderer und ihre Ausrüstung durchnässen, besteht auf Wanderungen die größte Gefahr eines Gewitters durch Blitzschlag. Bei einem Blitzeinschlag können mehrere 100.000 Volt Energie freigesetzt werden. Das führt zu inneren Verbrennungen, der Zerstörung von Organen, Muskellähmungen und Herzrhythmusstörungen. Langzeitfolgen können chronische Schmerzen und Taubheitsgefühle sein. Auch psychische Probleme, wie Gedächtnisstörungen und Depressionen, sind nach einem Blitzschlag keine Seltenheit. Auch wenn man sich beim Wandern in der Nähe eines Objekts aufhält, in das ein Blitz einschlägt (z.B. ein Baum oder ein Gebäude), besteht die Gefahr, dass die Energie auf den Menschen überspringt.

Wie sollte man sich bei einem Gewitter auf einer Wanderung verhalten?

Kündigt sich ein Gewitter an, sollte eine Wanderung umgehend abgebrochen und Schutz gesucht werden. Den besten Schutz vor Gewittern beim Wandern bieten Gebäude mit Blitzschutzanlage oder Räume, die mit einem Metallgerüst umgeben sind, wie bei einem Faradayschen Käfig. Dazu gehören zum Beispiel Autos. Gerät man beim Wandern auf offenem Gelände in ein Gewitter, sollte man sich möglichst klein machen, in die Hocke gehen und auf eine isolierende Unterlage, beispielsweise eine Jacke oder einen Rucksack, kauern.

Gewitter beim Wandern in den Bergen: Was tun?

Die einfachen Unterstandshütten in den Bergen bieten zwar Schutz vor Regen, sind aber wegen der offenen Seiten nicht gegen Blitzschlag gesichert. Auch exponierte Orte, wie Gipfel und Hochebenen, oder einzelne freistehende Bäume sollten bei Wanderungen während eines Gewitters gemieden werden, da hier die Gefahr eines Einschlags besonders hoch ist. Schutz vor Blitzschlag findet man hingegen im Wald. Laubbäume und junge, noch biegsame Bäume halten Blitzschlägen relativ gut stand. Auch eine hohe Felswand kann Schutz bieten. Da sie Blitze anzieht, sollte man sich in einiger Entfernung auf den Boden kauern. Hier sollte allerdings die Gefahr eines Steinschlags bedacht werden.

Gewitter auf Wanderungen am Meer: Wie kann man sich schützen?

Gerät man während einer Wanderung am Meer in ein Gewitter, sollte man besonders die Sturmgefahr berücksichtigen. Durch das Wärmegefälle zwischen den Warmluftströmen des Gewitters und der kalten Wasseroberfläche können Windböen und Turbulenzen besonders heftig sein. Der flache Strand sollte bei Gewitter umgehend verlassen werden, da man sonst eine gute Angriffsfläche für den Blitz darstellt. Wanderer sollten sich möglichst weit vom Merr entfernen, da Blitze dort besonders häufig einschlagen. Sucht man Schutz in den Dünen, sollte man sich am besten in eine Mulde kauern.

Haben Sie weitere Fragen zum Schutz vor Blitz und Donner bei einer Wanderung? Das freundliche und erfahrene Team von Natours Wanderreisen steht Ihnen gerne Rede und Antwort.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.