Slowtravel: Angebote für langsames, bewusstes Reisen

Seit dem Buch „Slow Travel – Die Kunst des Reisens“ ist der gleichnamige Begriff in aller Munde. In seinem Reisebuch erklärt der britische Schriftsteller Dan Kieran sein Konzept des entschleunigten Reisens. Im Wesentlichen geht es darum, Reisen und Urlaub als unterschiedliche Dinge zu begreifen und das Reisen wieder als eigenen Wert zu erkennen.

Slow Travel ist kein Modetrend. Der Ansatz hat einen ähnlichen gedanklichen Ausgangspunkt wie die Slow-Movement-Bewegung, die in den 1980er Jahren aufgekommen ist. Dort ging es darum, Alternativen zu nachteiligen Entwicklungen zu finden. So hat sich z.B. der Slow-Food-Trend als Antwort auf die fortschreitende Verbreitung des Fast Food verstanden. Auch Slow Travel ist ein Gegenentwurf zu einem als unvorteilhaft empfundenen Konzept, nämlich dem Massen- und Pauschaltourismus.

Slowtravel: Die Antithese zum Pauschaltourismus

In den letzten Jahrzehnten hat sich das Reisen stark verändert. Früher eher wenigen vorbehalten, ist der Urlaub zum Massenprodukt geworden. Man spricht heute auch von der Tourismusindustrie. Dort stehen Gewinnoptimierung durch Pauschalreisen und All-Inclusive-Angebote im Vordergrund.

Bei vielen Menschen hat sich aber die Erkenntnis durchgesetzt, dass diese Ansätze eher zur Abstumpfung führen und „immer mehr und immer intensiver“ kein sinnvolles Zukunftskonzept sein kann. Slow Travelling ist Ausdruck einer inneren Einstellung. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Reisen mehr ist, als einen Zielort zu erreichen und dort Urlaub zu machen.

Hinter dem Konzept Slow Travel steht der Wunsch nach Entschleunigung und entspanntem Genießen, das nur im Augenblick erfolgen kann und nicht planbar ist. Qualität steht vor Quantität, erleben vor sammeln. Es zählt nicht, innerhalb einer Woche so viele Sehenswürdigkeiten wie möglich „abzuhaken“, sondern authentische Eindrücke zu gewinnen, die zu bleibenden Erinnerungen führen.

Slow Travel hat viel mit der zunehmenden Individualisierung zu tun und dem Wunsch nach Selbstbestimmung. Man muss loslassen können, bereit sein, sich Routen und Erlebnisse selbst zu erarbeiten und davon abkommen, vorgefertigte Angebote passiv zu konsumieren. Darin liegt ein ganz wesentlicher Unterschied zum Pauschalsegment.

Dazu gehört auch, sich bewusst aus dem Lauf der Zeit auszukoppeln und zumindest abschnittsweise unerreichbar zu sein, um sich ganz auf das Hier und Jetzt konzentrieren zu können. Dann wird es möglich, die einfachen Dinge wertzuschätzen.

Das alles ist aber nicht immer einfach. Leider haben viele von uns die Fähigkeit verloren, sich einmal treiben zu lassen, keinen Plan zu haben, Leere auszuhalten, sich auf eine Sache ganz einzustellen.

Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Der Slow Traveller ist nicht jemand, der sich den ganzen Tag nur dem Nichtstun hingibt, er möchte seine Aktivitäten aber anders angehen. Ein Pauschalreisender versteht seinen Urlaub eher als Abwechslung vom Alltag daheim, in den er nach seinem Urlaub wieder eintaucht und weiter macht wie bisher. Der Slow Traveller möchte sich persönlich weiter entwickeln, er sucht Erfahrungen, die auch zu Hause nachwirken und sich positiv auf sein Alltagsleben auswirken.Langsam Reisen:

Langsam & bewusst Reisen: Unsere Angebote für Slow Travel

Als Reiseveranstalter, der sich auf nachhaltigen Urlaub und sanften Tourismus spezialisiert hat, steht das langsame Reisen bei Natours von jeher im Mittelpunkt.

Immer mehr Menschen kommen auf den Geschmack, mit dem Zug zu verreisen. Man erlebt die Reisezeit bewusst und beobachtet den Wechsel der Landschaften. Nachtzüge haben einen besonderen Reiz. Es ist toll, wenn man durch die Nacht gleitet und am Morgen in den Zielbahnhof einfährt.

Auch unsere Wanderreisen und Radreisen bieten sich an. Selten kann man Land und Leute besser kennen lernen als auf diesem Weg. Gehen und Radfahren durch wunderschöne Landschaften – fernab vom Stress der Großstadt – hat auch ein meditatives Element und wirkt entschleunigend.

Im Winter sind unsere Schneeschuhwanderungen und Skilanglaufreisen ideal, um das Leben zu entschleunigen.

Verreisen abseits der Hauptsaison hat ebenfalls entschleunigende Wirkung. Viel an touristischem Angebot ist dann nicht vorhanden, die Einheimischen sind offener für Kontakte. Bleibt man dann etwas länger als üblich, kann man noch entspannter sein, weil man nicht jeden Tag daran denken muss, bald wieder nach Hause zu müssen.