Die besten Tipps für entspannte Radreisen

Unsere Experten verraten heute die besten Tipps für Radreisen. Denn Pauschalurlaub war gestern – alternative Reiseformen gewinnen unter den Deutschen zunehmend an Beliebtheit. Dazu zählt auch der Fahrradtourismus, denn immer mehr Reisefreudige steigen auch während ihres Urlaubs gerne aufs Rad und benutzen dieses sogar als Haupttransportmittel. Im Jahr 2021 haben knapp vier Millionen Deutsche eine Radreise mit mindestens drei Übernachtungen unternommen – Tendenz steigend.

Radreisen: Die besten Tipps

Auch Sie finden die Idee von einem Urlaub mit dem Fahrrad interessant, wissen aber gar nicht was Sie erwartet und wie die Vorbereitungen aussehen? Wir geben Ihnen in diesem Artikel wertvolle Tipps für die stressfreie Planung. Ob Destinationen, Vorbereitung oder Kleidung: Danach haben Sie garantiert Lust, sofort los zu radeln – versprochen!

1. Welche Regionen eignen sich für eine Radreise?

Europa ist mit seiner vielseitigen Natur ein Paradies für Radfahrer – so viel steht fest.

Allein auf Deutschland-Radreisen gibt es zahlreiche Routen, die mit dem Fahrrad erkundet werden können. Beliebte Strecken führen oft entlang Flüssen oder Seen, so etwa der Weserradweg vom Weserbergland bis hin zur Nordsee. Auch viele Fernradwege wie der Donauradweg führen zum Teil durch Deutschland. Im Süden des Landes erfreut sich die Umrundung des Bodensees mit dem Rad großer Beliebtheit; im Norden locken die Nord- und Ostsee.

Doch auch in unseren Nachbarländern herrschen hervorragende Bedingungen für den Urlaub mit dem Rad. Auf Radreisen in den Niederlanden – die Fahrradnation schlechthin – lockten ein gut ausgebautes Straßennetz und das durchweg flache Land. Ganze 32.000 Kilometer an Radwegen hat das kleine Land zu bieten.

Vielseitig gestaltet sich auch eine Radreise durch Frankreich: Egal ob Alpenregion, Atlantikküste, Côte d’Azur oder Normandie – warum nicht das deutsche Nachbarland mit dem Rad erkunden?

Ebenso verhält es sich mit Fahrradurlaub in Italien: Normalerweise eher als Badeurlaubsregion bekannt, lässt eine Radreise durch Italien das Land am Mittelmeer in einem neuen Licht erstrahlen.

Vielleicht gehören Sie auch zu denjenigen, die aus Respekt vor der etwas anderen Art der Urlaubsvorbereitung noch keine Radreise geplant haben – obwohl das Interesse an dieser Form des Reisens gegeben ist. Tatsächlich hängt der Umfang der Vorbereitung davon ab, ob es sich um eine geführte Radreise handelt oder Sie auf eigene Faust starten wollen. Doch welche Variante Sie auch bevorzugen – wenn Sie die folgenden Ratschläge beherzigen, sollten Sie Ihre Reise ohne Bauchschmerzen antreten können.

2. Wie bereiten Sie sich am besten vor?

Anders als gängige Urlaubsreisen verschlägt es Sie während einer Radreise jeden Tag an einen neuen, unbekannten Ort. Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollten Sie – vor allem für Ihre erste Radreise – die Übernachtungsmöglichkeiten im Vorfeld abklären. Ebenfalls wichtig ist eine realistische Einschätzung darüber, wie viele Kilometer Sie am Tag schaffen möchten. Eine gewisse Grundfitness und Erfahrung mit dem Fahren von längeren Strecken auf dem Fahrrad sollten ebenfalls vorhanden sein. Ein besonderes Augenmerk sollte auf Ihrem Rad liegen: Es sollte in einwandfreiem Zustand sein. Hilfreich ist es zudem, bei kleineren Fahrradpannen in der Lage zu sein, diese selbst beheben zu können. Weiterhin sollte das Fahren so komfortabel wie möglich gestaltet werden, da Sie viel Zeit im Sattel verbringen werden.

3. Was ist die ideale Dauer einer Radreise?

Ideal ist, was Ihnen gefällt! Die beliebten Strecken sind vielfältig und die Befahrung erstreckt sich von wenigen Tagen Dauer bis hin zu mehreren Wochen. Es liegt an Ihnen, ob Sie sich eine ganze ausgewiesene Route oder nur einen Teilabschnitt zutrauen. Betrachtet man den Durchschnitt, sind die meisten Radreisenden etwa eine Woche unterwegs.

Mehr Infos: Die ideale Dauer einer Radreise

3. Wie gestaltet sich die Verpflegung unterwegs?

Es ist nicht empfehlenswert, während einer Radreise Proviant für mehrere Tage mit sich zu führen. Weniger Gepäck ist in diesem Fall mehr! Informieren Sie sich im Vorfeld über anliegende Restaurants, Gasthäuser oder Supermärkte, damit Sie stets gut gesättigt in die Pedale treten können. Wichtig sind jedoch kleine Snacks, die Sie für die Pause zwischendurch oder Notfälle parat haben sollten. Belegte Brötchen, Obst oder Müsliriegel eignen sich dafür hervorragend. Und: Vergessen Sie nicht, ausreichend zu trinken!

4. Welche Kleidung eignet sich?

Teure Spezialausrüstung ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Funktionskleidung kann jedoch durchaus praktisch sein, da diese bequem ist und das Auskühlen verhindert. Ansonsten hat sich das sogenannte Zwiebelprinzip bei längeren Radtouren durchaus bewährt, da die Anzahl der Schichten der jeweiligen Wetterlage angepasst werden kann. Jacken sollten Wind und Wasser abweisen; Handschuhe und eine Mütze sind im Herbst und Frühjahr ein Muss – doch auch im Sommer sollte der Kopf vor starker Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Mehr Tipps: Die richtige Kleidung für Fahrradreisen

5. Was gehört in die Reiseapotheke?

Für den Notfall vorbereitet sein: Damit Ihre Reisefreude nicht getrübt wird, sollte auch an die provisorische Reiseapotheke auf Radreisen gedacht werden. Mit der Mitnahme des klassischen Erste-Hilfe-Sets können Sie nichts falsch machen und sind zur Behandlung kleiner Sturzverletzungen bestens gewappnet. Zusätzlich sollten Sie an einige Medikamente denken – Mittelchen gegen Übelkeit oder Kopfschmerzen können unter Umständen die Weiterfahrt retten. Ebenfalls empfehlenswert: Insektenspray, um lästige Tierchen wie Mücken gar nicht erst anzulocken.